CDU Drewer-Süd besichtigt Verkehrsrechner
08. November 2011
Er ist gut gesichert und tief im Marler Untergrund versteckt: der Rechner, der viele der Marler Lichtzeichenanlagen steuert und überwacht: Der Verkehrsrechner!
In einem Kellerraum der Hauptwache der Marler Feuerwehr steht ein Gerät, das durchaus an einen heimischen PC erinnert, führten nicht dicke Kabelstränge in den Raum.
"Früher wären wir mit so wenig Platz nicht ausgekommen", sagt Dr. Jürgen Göttsche, Leiter der Abteilung Verkehrswesen der Stadt Marl. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Udo Lutz und dem Siemens-Fachmann Herrn Reddich präsentiert er die Anlage seinen Besuchern aus dem Vorstand der CDU-Drewer-Süd.
Werner Müller, Horst Schmitz und Dr. Ulrich Otto lassen sich von den Fachleuten erläutern, welche Ampelanlagen in Marl an den Rechner angeschlossen sind und wie sie von diesem gesteuert werden.
"Wichtig ist auch, dass die Daten aufgezeichnet werden und, falls es zu einem Rotlichtverstoß und nachfolgend einem Verkehrsunfall kommt, damit in einem Gerichtsverfahren nachgewiesen werden kann, welcher Verkehrsteilnehmer den Unfall verursacht hat." sagt Udo Lutz.
Erläutert wird von Herrn Reddich auch, wie die ÖPNV-Vorrangschaltung und die Vorrang¬schaltung für die Feuerwehr und den Notarztwagen funktioniert. So kann je nach Richtung die Ampelanlagen für diese Fahrzeuge auf Grün geschalten werden, so dass diese ohne Martinshorn losbrausen können, Die Anwohner freut es, werden sie doch insbesondere nachts nicht mehr aus dem Schlaf gerissen. Allerdings ist diese Schaltung noch nicht gänzlich ausgereift, so dass, wenn alle Richtungen angeklickt werden, die Kreuzung Herzlia-Allee/Willy-Brandt-Allee manchmal minutenlang für alle anderen Fahrtrichtungen auf Rot steht. Und folgend stehen auch die anderen Anlagen in die Richtungen Kreuzung Bergstraße, Kreuzung am Finanzamt und Kreuzung mit der B225 für den Querverkehr längere Zeit auf Rot. Das soll künftig nicht mehr passieren können.
Einig ist man sich, dass nicht nur aus Kostengründen die Zahl der Lichtzeichenanlagen verringert werden sollte und dass z.B. Kreisverkehre, wo immer möglich und finanzierbar, diese ersetzen sollten.
Einen Hinweis gibt es noch: Bei Grün sollten alle Fahrzeuge zügig anfahren und die Kreuzung passieren; denn viele Ampeln mit Kontaktschleifen sind so gesteuert, dass der Rechner davon ausgeht, dass kein Fahrzeug mehr kommt, wenn mehr als 2 Sekunden vergehen, ohne dass ein Fahrzeug die Schleife überfährt und wieder auf Rot schaltet. Also, bitte keine große Lücke zum Vordermann lassen, damit nachfolgende Fahrer die Grünphase auch noch nutzen können!






