Anke Ronge und CDU Sinsen zu Besuch bei drei Generationen
22. Juli 2009
Mangelnde Fachkompetenz im Zuge öffentlicher Ausschreibung kritisiert
Im Rahmen der Unternehmerbesuche und Lehrstelleninitiative war der Ortsverband der CDU-Sinsen mit der Bürgermeisterkandidatin Anke Ronge und dem Kreistagskandidaten Willi Schütte-Nütgen zu Gast im Dachdeckermeisterbetrieb von Georg Neubauer.
Die Politiker wurden von drei Generationen begrüßt.
Im Jahre 1947 wurde das Unternehmen von Georg-Otto Neubauer auf der Viktoriastraße in Marl-Lenkerbeck gegründet. Der Sohn Georg Neubauer übernahm das Unternehmen 1965.
Der Schwerpunkt des Unternehmens lag von Anfang an auf die Sanierung, Instandsetzung und Neugestaltung von Dächern.Seit August 1998 ist das Unternehmen im Gewerbepark Sinsen-Lenkerbeck auf der Ottostraße 23 ansässig.
Die Firma Neubauer bietet ein riesiges Leistungspaket an, wie Altbausanierung, Dachsanierung, sowie Terrassenbau bis zur Sachverständigenberatung, Beseitigung von Sturmschäden und Zimmerei.
Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit 30 Arbeitnehmer und zwei Auszubildende. Ein weiterer Auszubildender wird zum 01.08.2009 zusätzlich das Unternehmen unterstützen. Die Firmenleitung teilt mit, dass sie gerne weitere Auszubildende eingestellt hätten, jedoch qualifizierte Bewerber für dieses anspruchsvolle Handwerk nicht gefunden wurden.
Im Gespräch mit der Firmenleitung wurde schnell deutlich, wo hier der „Schuh" drückt.
Die mangelnde Kompetenz und fehlende sachverständige Betreuung im Ausschreibungsverfahren der Stadtverwaltung wurde deutlich gemacht. Selbstverständlich nimmt auch die Firma Neubauer an städtischen Ausschreibungen teil. Unkritisch wird jedoch oftmals von den Verantwortlichen der billigste Bewerber bevorzugt.
Georg Neubauer und seine Söhne machten der „Politik vor Ort" deutlich, dass der Billigste nicht immer der Beste sei. Um die komplizierten Ausschreibungsunterlagen lesen zu können benötigt, nach Ansicht der Geschäftsleitung, die Verwaltung sachverständige Unterstützung.
„Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen aus Magdeburg beispielsweise den Zuschlag bekommt, nur weil das Angebot das günstigste ist. Die Qualität der Leistungen wird sodann nicht mehr überprüft. Ebenso wenig wird überprüft, ob die Materialien, die der Ausschreibung zu Grunde lagen, den Qualitätsstandart anderer Anbieter erreichen. Bei dem Angebot qualitativ minderwertiger Materialien und Handwerksleistungen kommt es dann zu Mängeln, die außerhalb der Gewährleistungszeit liegen und beseitigt werden müssen. Dies könnte eine qualifiziertere Ausschreibung vermeiden!"
Wir hätten mit Senior und Junior Neubauer noch stundenlang weiter diskutieren können, wobei die Diskussion teilweise sehr kontrovers geführt wurde.
Die herzliche Aufnahme in dem Unternehmen Neubauer und die offenherzige Diskussion wurde von den Besuchern als wohltuend empfunden.
Weiter Informationen unter
www.sinsen-vor-ort.de






