Wer macht hier die Politik- Konzeptlosigkeit hat in Sinsen schlimme Folgen?
23. Mai 2009
In Reaktion auf die Berichterstattung der Marler Zeitung vom 23.5.2009 über ein Neubauprojekt in Marl-Sinsen.
Konzeptlosigkeit hat in Sinsen schlimme Folgen
Wohnpark für 800 Menschen 14 ha Ersatzaufforstung oder "es bleibt wie es ist"
Die wiederholte negative Kommentierung in der Marler Zeitung zur geplanten Wohnbebauung in Sinsen zwischen Halterner-Str. und Bahnhofstr. macht es deutlich. Die Politik macht die Marler Zeitung! Über die durch SPD, BUM und FDP abgelehnte Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des geplanten Abriss der Gebäude der Haardschule wurde bislang nicht berichtet. Die Entwicklungschancen für einen Stadtteil- mit einem Impuls zur Überwindung der heutigen Wirtschafts- und Finanzkrise werden als "schlimm" bezeichnet. Fakt ist, dass steuergeldfinanzierte Infrastruktur in Sinsen vernichtet werden soll. Gleichzeitig wird Stimmung gegen einem Investor gemacht, der mit einem schlüssigen Konzept, das auch durch Sozialverantwortung getragenen wird, sowohl die Fachbehörden des Kreises und auch die der Bezirksregierung in Münster überzeugen konnte.
Bei einer Nutzungsänderung von ca. 6 ha der ökologisch eher geringwertig einzustufenden stillgelegten Industriefläche mit forstwirtschaftlich erntereifem Baumbestand werden im geplanten Wohngebiet direkt 2 ha Ersatzgrünfläche und ca. 13 ha Ersatzaufforstung im Randbereich der Haard auf Marler Stadtgebiet mit einem wesentlich höheren ökologischen Entwicklungspotential geschaffen. Das Ergebnis der prüfenden Fachbehörden:
1) das Regionalforstamt Ruhrgebiet in Recklinghausen genehmigt die Ersatzaufforstung nach § 41 Landesforstgesetz ;
2) sowohl das Umweltamt der Stadt Marl, als auch
3) die untere Landschaftsbehörde des Kreises Recklinghausen erkennen die Ersatzaufforstung
als geeignete Kompensationsmaßnahme für den im Rahmen der Siedlungsabrundung " Bohlen-Park " entstehenden Eingriff in Natur und Landschaft an.
Die Entwicklung des Ortsteils ohne Inanspruchnahme von Steuergeldern zu fördern, ist heute kaum mehr möglich; denn im Zuge der Finanzkrise können nur noch Investoren mit einer hohen Eigenkapitalausstattung in diesem Umfang investieren und zur Arbeitsplatzsicherung beitragen. Diese Voraussetzung bietet die Essener Bohlen-Industrie GmbH. Weder die Stadt noch mittelständische Unternehmen können ein solches Vorhaben finanzieren. Hier wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von 57. Mio. EUR mit einem Unternehmer auf den Weg gebracht, der über Jahrzehnte seine Verlässlichkeit unter Beweis gestellt hat mit dem gleichzeitigen Effekt, dass eine ehemalige Industriebrache nach den Erfordernissen des Bodenschutzgesetzes saniert wird. Gleichzeitig wird das Vorhaben Steuereinnahmen in Deutschland und in erster Linie auch für die Stadt Marl generieren. Diese Voraussetzungen sind bei anderen mittel- und langfristig geplanten Bebauungsplänen zur Zeit nicht gegeben, sodass eine Änderung der Prioritätenliste in der Marler Bauleitplanung zur Stützung einer zeitnahen positiven Gesamtentwicklung der Stadt notwendig wird. Bleibt die Frage : woher sollen die Einwohner kommen? Dazu die Entwicklungszahlen in der Stadt Olfen auf der Grenze der Kreise Coesfeld und Recklinghausen. Durch eine geschickte Wohnbaupolitik hat die Stadt Olfen im Zeitraum 1990-2004 eine Bevölkerungszuwachs um 50 % erzielen können- und das ohne DB Bahnhof und ohne direkten Autobahnanschluss!
Wilhelm Schütte-Nütgen






