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Zum Leserbrief von Herrn Langmann „ Folgt bald die Umbennung in Bohlen Stadt?“

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Wenn es Herrn Langmann in seiner Stellungnahme nicht um „mehr oder weniger Bäume" sondern um Kultur geht, dann sollte  er mit gutem Beispiel vorangehen und nicht versuchen eine nur durch Polemik und  Unsachlichkeit beherrschte  Stimmung in der Öffentlichkeit verbreiten.

Stadtplanung an der Demokratie vorbei kann ich nicht erkennen. Nur der Rat der Stadt Marl  entscheidet in seiner durch die Bürgerinnen und Bürger demokratisch gewählten Zusammensetzung über die Aufstellung und den Inhalt eines Bebauungsplanes.

Der Wert der Grundstücke wird sich durch den Beschluss des Rates nicht „Verzehntausendfachen".

Nach Abzug der Erschließungskosten wird der Wert des Grundstücks sich verzehnfachen, das ist auch erforderlich,  damit Banken Kredite zur Finanzierung der Investition  gewähren, die mit der Eintragung einer Grundschuld verbunden sind. Nur so  funktionieren Wirtschaftskreisläufe zur Sicherung von Arbeitsplätzen.          

Von „Geldgier mancher  Zeitgenossen"   und „Stadtplanung mit dem Geldsäckel"  zu berichten, ist eine bösartige Unterstellung und Rufmord.

Tatsache ist, dass  260  Wohneinheiten  für 800 Bürgerinnen und Bürger errichtet werden sollen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 57 Mio. EUR. Für die Allgemeinheit werden durch Steueraufkommen und  Zahlungen an Sozialleistungen eine Summe von mehr als  25 Mio. EUR  anfallen.

Im Demografiebericht der Stadt Marl  (S. 147) wird in Sinsen  über einen recht hohen Anteil junger Erwachsener in der Familiengründungsphase berichtet; das Verhältnis zwischen Geburten - und Sterbefällen liegt bei 1,03 -im gesamten Stadtgebiet im Mittel bei 1,49. In Sinsen besteht das Potential den Verlust von Einwohnern aufzuhalten, weil  ein attraktives Wohngebiet in günstiger Verkehrslage mit Nähe zum Naherholungsgebiet  Haard entstehen kann, das auch angenommen wird. Schule, Sportstätten und Kindergarten sind vorhanden, wenn sie nicht abgerissen werden.        

 Für den Eingriff in Natur und Landschaft wird dauerhaft ein 3 fach  höher Ausgleich geschaffen.

Diesen  Ausgleich hat es bei der Baumfällaktion im Naturschutzgebiet „Die   Burg " im Zuge des Weiterbetriebes des   Flugplatz Loemühle nicht gegeben- auch nicht den volkswirtschaftlichen Nutzen.  

 

Wilhelm Schütte-Nütgen        


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