Kommt nach 117 Jahren jetzt für die ehemalige Marienschule das Aus?
08. September 2010
In der Bauausschusssitzung am Dienstag, den 14.09.2010, wird die CDU-Fraktion erneut den Versuch unternehmen, die Voraussetzungen für eine dem Umfeld angepasste wirtschaftliche Nutzung der an der B225 liegenden ehemaligen Marienschule zu schaffen.
Bereits im Dezember 2009 wurde ein entsprechender Antrag gestellt. Damals hatte der Baudezernent Seckler auf ein anhängiges Verwaltungsgerichtsverfahren verwiesen, in dem u. a. Aussagen über eine Zulässigkeit der Bebauung innerhalb des nächsten halben Jahres erwartet wurden. Eine Vermarktung der Immobilie scheiterte daran, dass das Objekt im Außenbereich der Stadt liegt. Dadurch sind die Um- und Anbaumöglichkeiten – insbesondere an der Außenhülle des Gebäudes - erheblich eingeschränkt.
Am 15.Oktober 1893 nahm die Marienschule als katholische Volksschule ihre Tätigkeit auf. Nach fast 65 Jahren endete der Schulbetrieb im Jahr 1968. Im Anschluss wurde sie als Werkstatt für städtische Anstreicher, vom Arbeiter Samariter Bund, von der Landesarbeitsgemeinschaft Foto und zum Schluss jahrelang als Wohnheim für Asylanten genutzt. Seit einigen Jahren steht sie nunmehr leer und ist dem Verfall preisgegeben. Substanz erhaltende Maßnahmen wurden von der Verwaltung nicht weiter ergriffen.
„Wenn wir noch länger warten, dürfte das das endgültige Ende für die ehemalige Marienschule bedeuten“, so Ratsherr Andreas Kolk. „Dann sind Feuchtigkeitsschäden im Fundamentbereich so gravierend, dass nur noch der Abriss bleibt!“ Durch den Antrag will die CDU die Verwaltung beauftragen, die baurechtlichen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Nutzung der Immobilie zu schaffen.
Antrag zur Marienschule: Antrag Marienschule.pdf

Andreas Erdmann, Andreas Kolk und Wolfgang Quecke von der CDU Drewer-Süd weisen schockiert beim Ortstermin an der Marienschule auf den Verfall hin
Antrag zur Marienschule: Antrag Marienschule.pdf






