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Pressespiegel
02.03.2017, 10:58 Uhr
neuma sollte Mietwohnungen aufkaufen
CDU-Vorsitzender Thomas Terhorst sieht häufigen Eigentümerwechsel in Drewer kritisch
MARL. Vier Eigentümerwechsel von 2.000 Wohnungen innerhalb von einem Jahr – das geht gar nicht. Das findet die CDU nach der Berichterstattung unserer Zeitung über den erneuten Verkauf der ehemaligen Vonovia-Wohnungen in Drewer. „Kein Wunder, dass mancher Mieter hier den Überblick verliert“, sagt CDU-Vorsitzender Thomas Terhorst.

Für die CDU ist dies der Anlass, über die städtische Wohnungsbaupolitik neu nachzudenken. Terhorst: „Wir haben mit der neuma eine städtische Wohnungsgesellschaft, mit der die Stadt Möglichkeiten besitzt, eine aktive Wohnungsbaupolitik zu betreiben. In Zeiten niedriger Zinsen wünsche ich mir, dass sie dies noch umfänglicher tut.“ Dabei sollte auch der Zukauf von Wohnungen auf Kredit kein Tabu sein, da diesen „echte Werte“ gegenüber stünden.

Bei der neuma müsse kein Mieter Schlange stehen, um seine Probleme vorzutragen. Auch finanziell habe eine Übernahme von Mietwohnungen durch die neuma für die Mieter Vorteile. Die Neuma nehme mit einer durchschnittlichen Sollmiete von 4,53 €/qm und einer Instandhaltungsquote von 15 €/ qm eine bedeutende Funktion im Sozialen Wohnungsbau in Marl wahr, ohne dabei auf Investitionen zugunsten der Mieter zu verzichten.

Zudem habe die Stadt mit einer Wohnungsbaugesellschaft mit einem höheren Bestand auch einen größeren Einfluss auf die Entwicklung von Wohnquartieren im Rahmen von Förderprogrammen. Terhorst: „Dass eine positive Entwicklung möglich ist, zeigt sich gerade an dem Projekt ›Soziale Stadt Hüls Süd‹.“

Immer wieder berichtete unsere Zeitung in den vergangen Monaten über Probleme von Mietern mit wechselnden Eigentümern und fehlenden Ansprechpartnern. Zuletzt reihten wir uns in dem neuen Mieterbüro, das nur dienstags geöffnet ist, in die Schlange der Wartenden. Nebenbei erfuhren wir in unserer Recherche, dass die 2000 Wohnungen in Drewer, die im Frühjahr 2016 erst von der Vonovia zur LEG wechselten, um anschließend im Herbst des gleichen Jahres an einen Investmentfonds namens Proprium und Forte veräußert zu werden, erneut weiterverkauft wurden: an eine EBW.