Anträge & Anfragen

17.01.2017, 11:50 Uhr
 
Antrag der CDU Fraktion betr. betriebliche Gesundheitsförderung der Stadtverwaltung
Sehr geehrter Herr Arndt,

bitte setzen Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Rates:
1. Die Verwaltung gibt Auskunft über den aktuellen Krankenstand in der Stadtverwaltung sowie den städtischen Betrieben (ZBH und Neuma).
2. Die Verwaltung teilt mit, welche Maßnahmen bisher im Rahmen der
betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten wurden und wie diese genutzt werden.
3. Sollte es bisher keine betriebliche Gesundheitsförderung bei der
Stadtverwaltung geben, so ist diese umgehend in Zusammenarbeit mit dem Personalrat einzurichten.

Begründung:
Die Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten immer länger. Aktuell beträgt die
Regelaltersgrenze 67 Jahre, eine Erhöhung auf 70 Jahre wird seit Jahren politisch diskutiert. Länger arbeiten bedeutet auch etwas für seine Gesundheit zu tun, um dem Arbeitsmarkt nach Möglichkeit bis zur Regelaltersgrenze zur Verfügung zu stehen.
Viele Konzerne haben erkannt, dass gesunde Mitarbeiter sich positiv auf den Erfolg des Unternehmens auswirken und bieten Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Gesundheitsförderung an.

Hierunter fallen Angebote aus folgenden Bereichen
  • Bewegungsgewohnheiten
  • Ernährung
  • Stressbewältigung / Entspannung
  • Suchtmittelkonsum
Die Zusammenarbeit mit einem Sport- und Gesundheitszentrum (kurz:  Fitnessstudio) ist hierbei sicherlich der wichtigste Baustein, der für die Stadt durch die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen kostenlos gestaltet werden kann. Für die Mitarbeiter fallen hier in der Regel deutlich preiswertere Mitgliedsbeiträge an als bei einer privaten Anmeldung. Die Erfahrung größerer Konzerne zeigt, dass dieses Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung am stärksten frequentiert wird.
Weitere Angebote sind für Mitarbeiter kostenpflichtige Massagetermine, Vorsorgeuntersuchungen wie dem Hautkrebs-Screening im Rahmen von betrieblichen Gesundheitstagen, eine Ernährungsberatung (erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Fitnessstudio) oder die Ausbildung von Büroergonomie-Multiplikatoren.
Die betriebliche Gesundheitsförderung unterliegt einem ständigen Wandel mit neuen Anwendungen und Angeboten. Sie ist jedoch mittlerweile in vielen größeren Unternehmen, zu denen auch die Stadtverwaltung Marl zählt, unerlässlich und stellt hierbei einen wichtigen Indikator für die Attraktivität eines Arbeitgebers dar.