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21.06.2017, 12:54 Uhr

Zum Tod von Helmut Kohl

Schreiben an den Bürgermeister

Die Meldung über den Tod Helmut Kohls, unseres Altkanzlers, Kanzler der Einheit und Ehrenbürger Europas, hat unsere Partei und viele Menschen in Marl sehr betroffen gemacht.
Die historische Bedeutung der Person Helmut Kohls ist national wie international unbestritten, sein Wirken für die deutsche Wiedervereinigung unter dem Dach eines vereinten Europas einzigartig in der deutschen wie europäischen Geschichte.

Helmut Josef Michael Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein; † 16. Juni 2017 ebenda)
Dreimal war der Kanzler der Einheit in unserer Stadt Marl. Unter anderem 2004, als er vor den russischen Kriegsgefangenen-Gräbern auf dem alten Brasserter Friedhof zu den Marler Bürgern sprach. Er reiht sich hiermit ein in die Reihe um Michail Gorbatschow und Gyula Horn, die ihren Beitrag zum Fall des Eisernen Vorhangs geleistet haben und 2003 bzw. 2005 an gleicher Stelle an die Einigung Europas erinnerten.
Für uns besteht kein Zweifel, dass es nun Aufgabe der Stadt Marl ist, an die Person Helmut Kohl in würdevoller Weise zu erinnern. Die Frage nach dem ob stellt sich aus unserer Sicht nicht, nach dem wie schon eher.
Eine Ehrung sollte jedoch nicht zu Beeinträchtigungen der Bürger führen, sodass von der Umbenennung einer Straße Abstand zu nehmen ist. Anders ist der Fall bei repräsentativen Parks, Plätzen, Schulen und neuen Straßen. Der alte Brasserter Friedhof könnte nach der Entwidmung in Helmut-Kohl-Park umbenannt werden, ebenso wie der Hülser Marktplatz in Helmut-Kohl-Platz, auf dem Helmut Kohl seine letzte Rede in Marl gehalten hat.
Ich würde mich freuen, wenn meine Gedanken in Ihre Überlegungen, wie Helmut Kohls politische Lebensleistung in Marl gewürdigt werden könnte, einfließen und freue mich über Ihre Rückmeldung.

In der CDU Geschäftsstelle im Hans-Katzer-Haus (Lipper Weg 78, 45770 Marl) liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürger der Stadt in Gedenken an Helmut Kohl eintragen können.