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18.10.2017, 15:04 Uhr

Sozialpolitische Leitlinien

Zum Parteitag vom 17.10.2017

Marl ist eine 86.000 zählende Einwohnerstadt im nördlichen Ruhrgebiet. Geprägt durch den Aufstieg und Fall des deutschen Steinkohlebergbaus gehört Marl heute zu den Städten mit dem höchsten Armutsrisiko und Arbeitslosigkeit. Diese liegt mittlerweile bei mehr als dem doppelten des Bundesdurchschnitts (Stand 01.10.2017: Marl = 11,7 %, Bund = 5,5 %). Der Großteil der Arbeitslosen ist länger als ein Jahr ohne Arbeit, der seit 2005 anhaltende Wirtschaftsaufschwung in Deutschland geht an den Marler Arbeitslosen vorbei.

 

Marl ist aber auch eine Stadt mit einem hohen Migrationsanteil. Über 20 Prozent der in Marl lebenden Menschen sind Nichtdeutsche oder Deutsche mit einer zweiten Staatsangehörigkeit. Viele der Menschen mit Migrationshintergrund sind gut integriert, jedoch nicht alle. Der im Herbst 2015 stattgefundene Flüchtlingsstrom hat die Stadt vor enorme Herausforderungen gestellt und tut dies noch immer. Ohne das außerordentliche ehrenamtliche Engagement der Flüchtlingshelfer hätte Marl einen "Kollaps" erlitten. Nun braucht es nach der Willkommenskultur, eine Willkommensstruktur.

 

Die langanhaltende Niedrigzinsphase der EZB hat zu einem Bauboom in ganz Deutschland geführt. Steigende Baukosten und Mieten sind hierdurch die Folge. Damit Wohnen auch noch in Marl länger bezahlbar bleibt, braucht es ein Engagement seitens der  Stadt Marl, dem Land NRW und der Bundesrepublik Deutschland.

 

Diese drei Themenblöcke "Flüchtlinge und Integration", "Bezahlbarer Wohnraum" und "Sozialer Arbeitsmarkt" sind nur ein kleiner Ausschnitt der Probleme, die in Marl von der Gesellschaft, von Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft zu lösen sind.

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