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19.02.2018, 13:51 Uhr

Anfrage an den Bürgermeister betr. das Landschaftsschutzgebietes Rennbach

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Werner Arndt,

nachfolgend möchten wir Sie über zwei Sachverhalte informieren, die den Bereich des Landschaftsschutzgebietes Rennbach betreffen.
Vor einigen Jahren waren schon die Landschaftsschutzschilder im Landschaftsschutzgebiet Rennbach (Alt-Marl/Frentrop/Polsum) verschwunden und wurden auf Anregung der Bürgerinitiative MHNV durch einen Antrag der CDU nach einem einstimmigen Beschluss des Marler Rats durch den Kreis Recklinghausen neu angeschafft.

Von den zwölf Schildern ist jetzt eines inkl. dem Rohrpfosten verschwunden, vermutlich im Rahmen der Bauarbeiten am Windrad der ELWEA an der Hülsdauer Straße, wie die angehängten Fotos zeigen.
Dabei wurde der Pfosten umgefahren. Das Schild lag zunächst im Straßengraben und wurde nach einem Hinweis der Bürgerinitiative MHNV vorübergehend provisorisch wieder aufgestellt.
Nach heutigem Stand ist das Schild nun komplett verschwunden, es wurde vermutlich bei der Einfahrt großer Baufahrzeuge entfernt, weil die Straße sonst zu schmal gewesen wäre.
Wir möchten Sie hiermit darum bitten, den Sachverhalt zu klären und dafür zu sorgen, dass ein neues Landschaftsschutzschild aufgestellt wird.
Darüber hinaus geht es um das Thema illegale Müllhalden. Im Landschaftsschutzgebiet Rennbach (Alt-Marl/Frentrop/Polsum) ist die Zahl der wilden Müllkippen unvermindert hoch.
Schwerpunkte sind nach unseren Informationen die Straßen „Im Dörnen“, „Hülsdauer-Str.“ sowie „Leusheiderweg.“ Die Initaitive MHNV hat sich dort in den vergangenen Jahren am Marler Besentag beteiligt und große Mengen Müll eingesammelt.
Außerhalb dieses Termins haben sich auch Bürger an den Zentralen Betriebshof der Stadt Marl gerichtet, wenn sie Müll fanden. Der ZBH reagierte darauf prompt und professionell. Dadurch entstehen aber Kosten.
Laut einem Bericht in der Marler Zeitung aus 2016 liegen die Kosten für genau solchen illegal entsorgten Müll bei jährlich rund mehreren zehntausend Euro.
Uns würde interessieren, wie hoch die jährlichen Kosten für die Entfernung illegaler Müllhalden im Marler Stadtgebiet sind und welche Möglichkeiten die Verwaltung zur Eindämmung solcher Straftaten hat.
Aus unserer Sicht sollte die vermehrte Anbringung von speziellen Verbotsschildern, die deutlich machen, dass das Abladen von Müll und Schutt einen Straftatbestand darstellt und eine Strafverfolgung und Geldstrafen nach sich ziehen kann.
Andere Kommunen wie die Stadt Teltow haben mit einer solchen Beschilderung positive Erfahrungen gemacht. (Siehe Link: http://p252627.webspaceconfig.de/…/mit-frechem-spruch-gegen…)
Dort heißt es unter anderem: „Denn die direkte Anrede der Müllsünder und der Stil der Hinweise werde Wirkung zeigen, ist Michael Ebell, Leiter der Potsdamer Oberförsterei, überzeugt.
Er wird von der Stadt Teltow wie folgt zitiert: „Ähnliche Schilder, zum Beispiel in der Gemeinde Brieselang, hätten dazu geführt, dass Förster und Waldarbeiter in den Gebieten knapp 75 Prozent weniger Müll und Gartenabfälle zu beseitigen hatten. Das spare nicht nur Kosten bei Forst und Stadt, sondern auch bei den Steuerzahlern.“
Aus den genannten Gründen würden wir eine Anbringung dieser Verbotsschilder im Landschaftsschutzgebiet Rennbach begrüßen. Die Wirkung könnte über einen Testzeitraum überprüft und die Ergebnisse der vorgestellt werden.
Vielen Dank bereits im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Gesser
CDU-Ratsmitglied für Alt-Marl

Marvin Watermann
Vorsitzender CDU Alt-Marl